Interview: Was soll ich denn mit einer Quelle?! - Roswitha Abfalter, St. Leonhardsquelle, Interviews

Manche suchen sich ihre Bestimmung, andere werden berufen. Die Familie Abfalter von der St. Leonhardsquelle lebt heute ganz vom Wasser. Gedacht hätte das noch 1995 keiner. Ein Gespräch mit Geschäftsführerin Roswitha Abfalter-Karpat.

Frau Abfalter-Karpat, sind Sie und Ihre Brüder Überzeugungstäter oder leben Sie halt vom Geschäft?

Geschäfte gab es genug in der Familie, die Wasserquellen hätte es dazu nicht gebraucht. Zu denen sind wir eher zufällig gekommen. Mein Vater Hans Abfalter war im Immobiliengeschäft und ihm wurde ein Grundstück angetragen, um darauf ein Kurhaus zu bauen. Er fand die Idee wenig überzeugend, da wies man ihn noch auf die vorhandene Quelle hin, mit ein paar alten Abfüllanlagen aus der Nachkriegszeit. „Was soll ich denn mit einer Quelle?“, war sein Gedanke, er nahm aber doch ein paar Flaschen mit nach Hause. Sein Cousin pendelte das Wasser aus und meinte, es würde meinem Vater guttun.

In welcher Hinsicht?

Mein Vater hatte ziemliche Probleme mit den Gelenken. Nachdem er ein Jahr das Wasser der St. Leonhardsquelle getrunken hatte, waren die Ablagerungen und Schmerzen weg und die Beweglichkeit wieder da. Außerdem stellte er fest, dass seine Kinder neuerdings Wasser tranken, das hatten die bis dahin abgelehnt.

Diese Kinder - das waren Sie und Ihre Brüder?

Ja. Wir waren damals so 16-17 Jahre alt und von diesem Wasser ganz fasziniert. Gemeinsambeschloss die Familie dann, diese Quelle der Allgemeinheit zugänglich zu machen und wir Kinder stellten unsere berufliche Zukunft ganz in den Dienst dieser Sache. Im Laufe der Zeit haben wir weitere Quellen erschlossen.

Was zeichnet Ihre Wässer aus?

Unter anderem der niedrige, aber nicht zu niedrige Mineralstoffgehalt. Das Wasser ist noch nicht gesättigt, kann also noch Stoffe und Schlacken lösen und aus dem Körper schwemmen. Es ist aber auch nicht zu ungesättigt, denn dann würde es zu viele Mineralien lösen und könnte einen Mineralstoffmangel bewirken, wie wir ihn bei Menschen beobachten, die über einen langen Zeitraum demineralisiertes Wasser trinken.

Sie bezeichnen Ihre Wässer außerdem als unbehandelt…

Unserer Ansicht nach hat Quellwasser eine natürliche Clusterstruktur, die durch Behandlung zerstört wird und dem Wasser seine positiven Eigenschaften nimmt. Es ist vor allem das Pumpen, also hoher Druck, der die Wasserstruktur verändert. Unsere Quellen laufen ganz natürlich in einen Puffertank, wo wir sie nach gesetzlichen Vorschriften enteisen – mit natürlichem Luftsauerstoff anstelle von Ozon. Dann wird mit geringem Gefälledruck abgefüllt.

Schränkt das die Fördermenge ein?

Nein, wir füllen nur etwa 25-30% der Menge ab, die unsere Quellenfördern, und könnten einen weit größeren Bedarf bedienen.

Sie bevorzugen Glas, auch wenn das teuer und umständlich ist…

Ja, das ist uns ganz wichtig. Unser Wasser hat eine so hohe Lösungsfähigkeit, dass aus PET in kurzer Zeit Weichmacher gelöst werden, die teilweise wie Östrogen wirken. Wenn unsere 1-Liter-Flaschen mal zu groß sind, zum Beispiel unterwegs oder für Kinder in der Schule, dann empfehlen wir die mit Styropor geschützten Glasflaschen von www.emil-die-flasche.de.

Schulkinder liegen Ihnen ohnehin am Herzen…

Kinder lernen heute nirgends, wie man richtig trinkt! Limonaden,eiskalt, gezuckert und mit Kohlensäure – das Problem ist ja bbekannt. Deswegen begrüßen wir es sehr, dass uns inzwischen schon fünfzehn Schulen im ganzen Bundesgebiet eingeladen haben, Schulkindern das richtige Trinken beizubringen. Dazu gehört auch das Trinken während des Unterrichtes, denn für die Konzentration und das Denkvermögen ist die ausreichende Flüssigkeitsaufnahme sehr wichtig. Das müssen Lehrer erlauben und unterstützen.

Das Interview führte Martin Fütterer

Biofach Halle 9 Stand 179

Kontakt:

St. Leonhards-Vertriebs GmbH & Co. KG
Franziska Stadelhuber
Mühlthalweg 54
83071 Stephanskirchen/Bad Leonhardspfunzen
Fon: 08031/23005 - 0
Fax: 08031/23005 - 29
E-Mail: wasser@st-leonhards-quelle.de
Internet: www.st-leonhards-quelle.de

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